abergläubische menschen die sich „burn after reading“ im kino ansehen werden sehr schnell eines besseren belehrt. denn der 13. film der coen-brüder ist alles andere als schlecht und somit eine weitere (diesmal sogar ausserordentlich erfolgreiche) gelungene dunkle komödie mit tiefgang. ein intelligenter film über weniger intelligente menschen, hervorragend in szene gesetzt von der wie immer brillianten frances mcdormand (ein coen(-film)-familienmitglied der ersten stunde) sowie einem starensemble bestehend aus george clooney, john malkovich und dem zur höchstform auflaufenden brad pitt. in seiner rolle als „chad“ ist ihm sein zweistelliger iq quasi ins gesicht geschrieben und er sorgt so für jede menge unterhaltung.
in summe ist das erpressungs-/verwirrspiel rund um die memoiren eines suspendierten cia-agenten ein überdurchschnittlicher film (wenn auch nicht der beste coen brüder film aller zeiten), faszinierendes kontrastprogramm zum letzten film der coen-brüder („no country for old men“, oscar-prämierter thriller über eine fehlgeschlagene drogenübergabe im texas der 1980er-jahre) und ein garant für einen netten, vergnüglichen filmabend. ****/*****
Archiv für Oktober 2008
