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chuck palahniuk, beißen sie mich

September 13, 2007

diese woche war einer meiner lieblingsautoren in im wiener rabenhof zu gast und so hatte ich nicht nur erstmals gelegenheit chuck palahniuk (aus portland, oregon angereist), persönlich gegenüberzutreten, sondern auch die einmalige chance herauszufinden in welcher gesellschaftlichen schublade man als chuck-fan so steckt. die hoffnung seelenverwandte zu finden war zugegebenermaßen vorhanden. wie frustrierend festzustellen dass nicht nur diese seifenblase platzte sondern sich auch in der „chuck-palahniuk fan“ schublade ganz und gar kein platz für mich finden wollte. außenseiter unter außenseitern (obwohl das theater ausverkauft war), ein merkwürdiges gefühl.
vielleicht ist aber auch genau das einer der faszinierendsten aspekte an literatur, daß sie -egal wie klar definiert ihre zielgruppe zu sein scheint- immer auch einen gewissen nicht steuerbaren universellen reiz ausübt und quer über alle bevölkerungsgruppen begeistern und fesseln kann ohne den kleinsten ersichtlichen gemeinsamen nenner außer der liebe für den autor.  dieser wiederum wird sich umgekehrt natürlich unter umständen reichlich schwer tun mit dem erreichten publikum wenn dies so gar nicht der selbstwahrnehmung der eigenen werke entspricht. „beißen sie mich“ lautet folglich chucks persönliche widmung in meinem exemplar von „rant“, passender könnte es gar nicht sein…

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