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burn after reading

Oktober 7, 2008

abergläubische menschen die sich “burn after reading” im kino ansehen werden sehr schnell eines besseren belehrt. denn der 13. film der coen-brüder ist alles andere als schlecht und somit eine weitere (diesmal sogar ausserordentlich erfolgreiche) gelungene dunkle komödie mit tiefgang.  ein intelligenter film über weniger intelligente menschen, hervorragend in szene gesetzt von der wie immer brillianten frances mcdormand (ein coen(-film)-familienmitglied der ersten stunde) sowie einem starensemble bestehend aus george clooney, john malkovich und dem zur höchstform auflaufenden brad pitt. in seiner rolle als “chad” ist ihm sein zweistelliger iq quasi ins gesicht geschrieben und er sorgt so für jede menge unterhaltung.
in summe ist das erpressungs-/verwirrspiel rund um die memoiren eines suspendierten cia-agenten ein überdurchschnittlicher film (wenn auch nicht der beste coen brüder film aller zeiten), faszinierendes kontrastprogramm zum letzten film der coen-brüder (”no country for old men”, oscar-prämierter thriller über eine fehlgeschlagene drogenübergabe im texas der 1980er-jahre) und ein garant für einen netten, vergnüglichen filmabend. ****/*****

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sport, salat und selbstdisziplin

August 20, 2008

in letzter zeit habe ich mich etwas gehen lassen (und das war möglicherweise auch der grund für meine längere online-abstinenz [möglicherweise ist dies aber auch nur ein billiger vorwand]) und so ist es nun zeit für einen etwas gesünderen lebenswandel. hier nun meine gesammelten ernährungs- weisheiten: kein brot und keine nudeln am abend (also keine kohlenhydrate), in der früh bevorzugt obst (jedoch keine bananen, die sind wohl doch nicht so gesund wie ich immer dachte) und sonst die üblichen verdächtigen: salate ohne joghurtdressing, mageres fleisch & fisch, hülsenfrüchte in allen variationen. milchprodukte übrigens auch nur in geringen mengen (die schlagen sich nämlich angeblich bevorzugt in der bauch/hüften gegend nieder).
alkohol ist natürlich prinzipiell ein feind jeder gewichtsorientierten ernährung, am “wenigstens schlimm” sind hier noch trockener weisswein oder prosecco.
es bleibt abzuwarten wie es um meine selbstdisziplin bestellt ist, zukünftiges schweigen zu diesem thema bitte ich aber in jedem fall als erfolg zu interpretieren ;)

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chuck palahniuk, beißen sie mich

September 13, 2007

diese woche war einer meiner lieblingsautoren in im wiener rabenhof zu gast und so hatte ich nicht nur erstmals gelegenheit chuck palahniuk (aus portland, oregon angereist), persönlich gegenüberzutreten, sondern auch die einmalige chance herauszufinden in welcher gesellschaftlichen schublade man als chuck-fan so steckt. die hoffnung seelenverwandte zu finden war zugegebenermaßen vorhanden. wie frustrierend festzustellen dass nicht nur diese seifenblase platzte sondern sich auch in der “chuck-palahniuk fan” schublade ganz und gar kein platz für mich finden wollte. außenseiter unter außenseitern (obwohl das theater ausverkauft war), ein merkwürdiges gefühl.
vielleicht ist aber auch genau das einer der faszinierendsten aspekte an literatur, daß sie -egal wie klar definiert ihre zielgruppe zu sein scheint- immer auch einen gewissen nicht steuerbaren universellen reiz ausübt und quer über alle bevölkerungsgruppen begeistern und fesseln kann ohne den kleinsten ersichtlichen gemeinsamen nenner außer der liebe für den autor.  dieser wiederum wird sich umgekehrt natürlich unter umständen reichlich schwer tun mit dem erreichten publikum wenn dies so gar nicht der selbstwahrnehmung der eigenen werke entspricht. “beißen sie mich” lautet folglich chucks persönliche widmung in meinem exemplar von “rant”, passender könnte es gar nicht sein…

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darren hayes / this delicate thing we’ve made

August 31, 2007

darren ist vielen wohl nur als singende hälfte von savage garden bekannt, im deutschsprachigen raum verlief seine anschließende solokarriere recht unspektakulär und fernab der charts. weltweit verkaufte sich sein erstes soloalbum “spin” zwar 2 millionen mal, doch das 2004 erschienene experimentelle elektro-lastige album “the tension and the spark” besiegelte das ende seiner mainstream-karriere (und seines plattenvertrags). nach coming out und hochzeit folgte nun die gründung eines eigenen labels (”powdered sugar”) sowie ende august die veröffentlichung des doppelalbums “this delicate thing we’ve made”. ein leider recht durchwachsenes werk, lichtblicken wie “step into the light”, “neverland” und “maybe” stehen tracks wie das fast schon peinliche (weil kindlich naiv politische) “bombs up in my face” oder die schnulzige singleauskoppelung “on the verge of something wonderful” gegenüber. dennoch ist darrens neues album ein sehr ambitioniertes und höchst persönliches projekt ohne rücksicht auf verluste, das ist zu honorieren und auf ein wiederhören ist zu hoffen.

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musikevolution

August 13, 2007

ich war einer der letzten die schallplatten kauften, hatte eine der ersten cds und war stolzer besitzer einer stereoanlage die mein halbes regal einnahm aber dafür nicht nur hochmoderne cds abspielen konnte sondern auch ein zweistelliges digital-display hatte. vor 10 jahren saß ich am schulweg mit meinem nagelneuen discman im bus und bemitleidete meine sitznachbarn und nach dem ipod hype hielt auch ich recht bald einen mp3 player in meinen händen. heutzutage können also quasi alle musik zu einem teil ihres alltags machen und ganz so elitär wie damals fühl ich mich gar nicht mehr wenn ich singend mit meinen weißen ohrstöpseln ubahn fahre. höchste zeit also der welt wieder einen schritt vorraus zu sein und musik in einen lebensbereich zu tragen den diese noch nicht erobert hat.  gestern habe ich daher meinen 100% wasserdichten mp3-player bestellt und werde schon in wenigen tagen im alleingang das nächstbeste schwimmbad erobern…

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das ende von harry potter

Juli 25, 2007

letzten samstag war es also soweit – der letzte harry potter band ist erschienen und millionen von lesern haben die buchgeschäfte gestürmt um zu erfahren wer sterben muss und wie die insgesamt schon mehrere tausend seiten lange saga zu ende geht.
nun kann man zum werk von j.k. rowling und den damit verbundenen marketing-aktionen stehen wie man will, faszinierend ist es jedoch allemal wenn weltweit unzählige menschen zur gleichen zeit dieselben zeilen verschlingen und gemeinsam die wohl letzten abenteuer von h.p. durchleben. in wien durch den volksgarten zu spazieren und gruppen von 15jährigen lesend im gras liegen zu sehen, gleich neben einer bank auf der eine dame mittleren alters dasselbe buch in den händen hält… dieses bild gibt mir hoffnung dass dank dieser “einstiegsdroge” das lesen doch nicht zum nischenmarkt verkommt, dass es vielleicht sogar mal wieder “cool” sein wird bücher zu besitzen und möglicherweise landet ja ein kleiner teil der potter-fans eines tages dann doch noch bei camus, satre und marquez.

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gold

Juli 5, 2007

menschen hören sich selbst gerne reden. ich bin hier wahrlich keine ausnahme, aber in letzter zeit ertappe ich mich immer wieder dabei auf meine innere stimme zu hören – die da sagt: halt die klappe.
(natürlich) nicht weil ich nur blödsinn von mir gebe, sondern weil zunehmend auf MICH von allen seiten wild eingeredet wird. floskeln, leere worthülsen, endlos lange schachtelsätze, tagein und tagaus fühlen sich irgendwelche menschen verpflichtet stille zu durchbrechen, ruhige minuten zu verhindern und irrelevante informationen mit der welt zu teilen.
ich finde die ganze welt sollte sich mal eine ordentliche auszeit gönnen. weltfrauentag, welttag des buches, welttag des fernsehens, welttag gegen kinderarbeit, sogar einen welttag der poesie gibt ist – ist es nicht allerhöchste Zeit für einen welttag des schweigens?

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mavrodaphne

Januar 30, 2007

ich kann dich immer noch in mir schmecken
weich herb und süsslich zugleich umspielst du meine zunge
die immer stärker werdende abhängigkeit macht mir angst
und doch genieße ich es dir ausgeliefert zu sein
geblieben sind nur noch einzelne tropfen
die flasche geleert und das etikett vergilbt
immer noch sind meine gedanken vernebelt
mein kopf dreht sich wenn ich an dich denke
du tust mir nicht gut du tust mir nicht gut
und doch
wenn eines tages auch die allerletzten tropfen verschwunden sind
werde ich wieder nach dir suchen müssen
oder endlich lernen dem alkohol zu entsagen

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saw 3

Januar 26, 2007

mein grundvertrauen in mehrteilige filme wurde in den letzten jahren des öfteren erschüttert. umso erstaunlicher zu sehen dass es ausgerechnet eine horror-serie (die vermutlich wie so viele andere filme auch nur aufgrund des kommerziellen erfolgs zu einer trilogie ausgebaut wurde) schaffen würde mich so positiv zu überraschen. ja, saw 3 fängt recht unspektakulär an und enthält einige sehr sehr blutige szenen die nichts für schwache nerven sind, aber saw 3 schafft es auch spielerisch, viele der wichtigen fragen der ersten beiden teile zu beantworten und dieses damit im nachhin sogar noch besser (weil logischer) erscheinen zu lassen. das wichtigste jedoch: ein vollkommen zufriedenstellendes ende.
keine fragen und keine hintertüren werden offen gelassen, die schluss-szenen sind zwar im vorfeld erahnbar, dann aber trotzdem überraschend und spannend bis zur letzten sekunde.

jetzt bleibt nur noch die unrealistische hoffnung dass es sich die produzenten nochmal anders überlegen und uns nicht bereits ende des jahres mit einem vierten teil “erfreuen”….

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kein anschluss unter dieser nummer

Oktober 23, 2006

seitdem einem guten freund von mir vor jahren sein handy entwendet wurde lebt er das leben von dem viele von uns in manchen momenten wohl insgeheim träumen. nicht mehr rund um die uhr erreichbar, nicht mehr mit mehr oder weniger sinnvollen sms bombadierbar, nur mehr eher längerfristig buchbar und quasi kaum noch versetzbar.
klar, ein mobiltelefon gehört heutzutage quasi zur grundausstattung, wer keines hat ist wundersam, merkwürdig, sonderling und fast schon aussenseiter. aber ist es wirklich so schlimm nicht rund um die uhr ein sklave der modernen telekommunikation zu sein? ich finde es bewundernswert sich dem zu entziehen und muss aber zugleich zugeben dass ich wohl nicht mehr auf mein handy verzichten könnte.
trotzdem habe ich gelernt gar nicht unbedingt immer erreichbar sein zu müssen, nicht immer sofort auf jede textnachricht innerhalb von 5 minuten antworten zu müssen und manchmal – manchmal: das handy einfach mal für ein paar stunden abzudrehen zu können.